Benefizkonzert der Rotter Blasmusik zugunsten der Wasserwacht

378,50€ für einen Defi

 

Sie müssen sich das nur mal vorstellen. Sie sitzen in einem der schönsten Biergärten von Rott am Inn bei einer guten Brotzeit, genießen ein Konzert der Rotter Blasmusik und kriegen dafür auch noch Geld. Gibt’s nicht, sagen Sie? Aber genauso haben es die Rotter Wasserwachtler erlebt.

Die Geschichte der Rotter Blasmusik e.V. begann bereits 2006, als es galt, eine eigene Blasmusik auf die Beine zu stellen. Das war gar nicht so einfach. Anfangs fehlten die tieferklingenden Instrumente. Erst seit 2011 konnten Spieler für Tuba, Bariton und Tenorhorn gefunden werden. Montag ist Probentag bei der Rotter Blasmusik. Der Verein hat es sich mitunter zur Aufgabe gemacht, junge Musiker heranzuziehen. Im Sommer verlegen es die Musiker gerne in den Biergarten und machen ein Benefizkonzert daraus. Letztes Jahr wurden die First Responder bedacht, heuer sollte die Rotter Wasserwacht Gewinner sein. Nach mehreren Anläufen schenkte Petrus uns einen wunderschönen Montagabend. Der Biergarten vom Bräustüberl war bis auf den letzten Platz besetzt. Und die 15 Musiker samt Dirigent begannen ihr Konzert und sie waren gut. Da fiel es allen leicht zu spenden, als danach Kassenführer Hans mit seinem Hut herum ging. Und er war so erfolgreich, dass stolze 378,50 Euro zusammenkamen.

Für die Stützpunktleiterin Brigitte Wühr von der Rotter Wasserwacht kommt dieses Geld genau richtig, denn ein neuer Defibrillator steht an. Ein Defi ist unverzichtbar bei der Reanimation. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern, Vorhofflimmern und Vorhofflattern beenden. Ihr waren schon beinahe graue Haare gewachsen, wo sie das Geld hernehmen soll. Mit einem geschrumpften Aktivenstamm lässt es sich nur schwer Feste veranstalten, um die Einnahmen zu verbessern. Am letzten Sonntag war es soweit. Die Vorstandschaft der Rotter Blasmusik besuchte die Dienstmachenden auf der Rotter Wasserwachtsstation und überreicht stolz die gesammelten Spenden. Auf diesem Weg allen ein herzliches Dankeschön für diese gelungene Aktion.

   

Ferienprogramm 2019

Es hat allen Spaß gemacht

 Es hat allen Spaß gemacht und das ist das Wichtigste bei einem Ferienprogramm, wie die Aktiven der Rotter Wasserwacht finden. Und die gute Nachricht vorneweg, es haben auch alles das Jugendschwimmabzeichen in Silber geschafft. Da waren die zwölf Mädchen und Jungs sich noch nicht so sicher. Das größte Hindernis war nach ihrer Meinung das zehn Meter Streckentauchen, das sie aber ohne Probleme bewältigten. Hilfreich war hier, dass die zuerst gestarteten Teilnehmer die zehn Meter überraschend schnell entlang tauchten und so manchen vielleicht noch Zögerlichen anspornten. Schwieriger war das Rückenschwimmen, wenn einem die Orientierung fehlt. Von dem 400 Meter Schwimmen in höchstens 25 Minuten sind 100 Meter in Rückenlage abzulegen. Ohne die umkreisenden Aktiven auf ihren Rettungsbords wären die Teilnehmer schnell in alle Richtungen abgedriftet. Keine Probleme hatte der Schwimmnachwuchs mit dem Springen oder mit dem Tieftauchen und auch die Baderegeln brachte jeder zusammen. So konnten glücklich alle am Ende ihren Silberschein vorzeigen. Das hatte eine Belohnung verdient. Alle Kinder durften mit den Wasserwachtsbrettern rausschwimmen, draufstellen, herunterspringen oder gar die nächsten entern. So was macht Hunger. Hier halfen die Aktiven der Wasserwacht mit einer Brotzeit und reichlich Getränken.

Begeistert waren die Schwimmschüler von der Wasserwachtsstation. Sie durften die Ausrüstung begutachten und auch ausprobieren wie den Rettungsrucksack, den Defi, die Rettungstrage, Boje oder Rettungsgurt. Einfach alles, was für einen Einsatz benötigt wird. Stützpunktleiterin Brigitte Wühr erzählte über die Aufgaben der Wasserwacht, welche Ausbildung nötig ist und wie sich der Dienst am Rotter Ausee gestaltet. Mit diesem Ferienprogramm haben die Rotter Wasserwachtler ihre Aufgabe bestens erfüllt. Es war für die Kinder interessant, sie waren nicht unterfordert, aber auch nicht überanstrengt, sie hatten Spaß und eine schöne Zeit. Und sie konnten etwas nach Hause mitnehmen, nämlich ihr Jugendschwimmabzeichen in Silber.

 

neue Schwimmleine

Eine neue Schwimmleine für das Kinderbecken

 Alljährlich setzt die Wasserwacht eine Schwimmleine ein, um den Nichtschwimmerbereich im Kinderbecken zum Schwimmbereich im See für die Kinder sichtbar abzugrenzen. Die Schwimmleine wird von Kugeln getragen und die sind oft großen Belastungen ausgesetzt. Sie setzen mit der Zeit Algen und Dreck an und werden von der Sonne ausgebleicht. Kinder halten sich daran fest. Boote, Surfbretter, Luftmatratzen und dergleichen werden drübergezogen. Irgendwann bekommen die Kugeln einen Riss und stellen eine ernsthafte Gefahr dar. So war es im letzten Jahr. Eine neue musste her. Die Rotter Wasserwacht finanziert sich momentan lediglich durch Mitgliedsbeiträge und finanziert damit das alljährliche Verbands- und Pflastermaterial. Eine neue Schwimmleine mit knapp eintausend Euro war nicht drin. Großzügig sprang Bürgermeister Marin Schaber ein und gab die Mittel frei.

Auf der vorhandenen Leine wurden nun von Max Lazarus knapp tausend Kugeln auf 66 Meter aufgereiht. Dabei wurden die roten und weißen Kugeln so angebracht, dass sie bei der Abnahme von Schwimmabzeichen helfen. Für das Frühschwimmabzeichen Seepferdchen müssen die Kinder 25 Meter schwimmen. Die weißen Kugeln in der Mitte der Leine entsprechen genau die geforderten 25 Meter. Für das Jugendschwimmabzeichen Bronze und Silber ist eine Tauchstrecke von zehn Meter verlangt. Das ist der Abschnitt links von der weißen Kugelreihe. Diese Reihe von roten Kugeln wird bei Meter 10 von ein paar weißen Kugeln unterbrochen. Alle Kugeln sind UV-beständig. Sie können damit nicht von der Sonne ausgebleicht werden.

Für alle Eltern ist es wichtig zu wissen: Eine Schwimmleine ersetzt nicht die Aufsichtspflicht der Eltern. Im Kinderbecken können nicht alle Kinder stehen. Der Wasserstand kann gerade im Frühjahr hoch sein. Also Vorsicht ist geboten.

 

Eine gut funktionierende Rettungskette

 Gemeinschaftsübung der Wasserwacht Rott mit First Responder

 

 Wenn ein Badegast in Not ist, zählt jede Sekunde. Dann muss ein perfekter Rettungsablauf stattfinden, damit der Ertrinkende gerettet und bestens medizinisch versorgt werden kann. Das trainiert die Wasserwacht immer wieder. Doch wenn das Opfer weitere medizinische Betreuung braucht, muss die Wasserwacht einen Notruf absetzen. Dieser Notruf kommt über die Rettungsleitstelle Rosenheim rein, die dann Notarzt und Rettungssanitäter alarmieren. Sind wie in Rott First Responder vor Ort, werden die gleichfalls verständigt, weil sie schneller am Unfallgeschehen sein können wie ein Rettungsteam aus Wasserburg oder Rosenheim. Eine Gemeinschaftsübung der Wasserwacht und den First Responder von der Feuerwehr  soll helfen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und beide besser miteinander zu verzahnen.

 Die Übungssituation stellt einen möglichen Vorfall dar. Einem Schwimmer verlassen die Kräfte und er kann sich nicht mehr über Wasser halten. Die Wachmannschaft hört und sieht seine Hilferufe. Zwei Retter stürzen in das Wasser, während von der verbliebenen Wachmannschaft einer den Notruf abgibt. Bei den First Responder erfolgt die Übungsalarmierung im Feuerwehrhaus mit genauem Datum und Uhrzeit sowie mit dem Schlagwort „Hilfelose Person“ im Wasser am Rotter Ausee. Die First Responder rückten daraufhin aus und fahren mit Blaulicht zum Einsatzort. Währenddessen greift sich der erste Wasserwachtler am See das bereit liegende Schwimmbrett und bewegt sich schnellstens zum Verunglückten hin. Der zweite Retter krault mit der Rettungsboje nach. Das Opfer wird mit einer Drehbewegung des Brettes auf das Brett gehoben, dort stabilisiert und an Land gebracht. Dort wird das Opfer von zwei Helfern in Empfang genommen, ordnungsgemäß gelagert und die Atem- und Bewusstseinskontrolle durchgeführt. In dem Übungsfall war das Opfer bewusstlos und eine Wiederbelebung mit Defibrillator, Beatmungsbeutel und Kompressionen wurde nötig. Weitere Helfer schirmen mit Decken das Opfer vor den Schaulustigen ab.

 Zwischenzeitlich sind die First Responder vor Ort, die dann Schritt für Schritt die Aktiven der Wasserwacht ablösen. Das ist auch gut so, eine Wasserrettung und die darauf folgende Herz-Lungen-Wiederbelebung ist sehr kräftezehrend. Die Übung wurde so realistisch wie möglich gestaltet. Eingebaut wurde die hysterische Freundin des Opfers, die vom Kiosk zurück kam und nun panisch nach ihrem Freund, dem Opfer schrie. Hier galt es einfühlsam die Freundin zu beruhigen.

Für die Stützpunktleiterin Gitti Wühr und Ortsvorsitzender Jakob Ametsbichler von der Rotter Wasserwacht sowie für den Gruppenleiter Daniel Helmbrecht von den First Responder und Kommandant Manfred Lunghammer von der Rotter Feuerwehr war es eine Genugtuung zu sehen, wie schnell das Opfer an Land gebracht und medizinisch versorgt wurde und wie gut die beiden Dienste sich ergänzten. Sie sehen sich für den Notfall bestens gerüstet.

Im realen Leben sieht ein wenig anders aus, es sind in der Regel nur zwei Wasserwachtler im Wachdienst, weitere Helfer werden dann aus den Reihen der Badegäste gebeten mitzuhelfen. Umso dankbarer werden dann die Wasserwachtler sein, wenn sie von den First Responder unterstützt werden.

Bei der Nachbesprechung und Reflektion der Einsatzübung konnten die Beteiligten ihre Erlebnisse schildern. Mit einer von der Gemeinde spendierten Brotzeit klang der Übungsabend aus. Für alle war die gemeinsame Übung eine Bereicherung und die Aktiven beider Organisationen im Dienste für den Nächsten sind sich näher gekommen.

    
 

 

 
     
    
     

Einsätze 2018

Der Jahrhundertsommer 2018 forderte vollen Einsatz der Wasserwacht

So ein Sommer wie im Jahr 2018 war selten. Vom April weg bis weit in den Oktober immer sonnig, immer warm und bisweilen zu heiß. Die Badeseen waren voll. Jeder suchte die Abkühlung im See. Doch nicht jeder vertrug die anhaltende Hitzeperiode. Gerade die Älteren hatten darunter zu leiden.

Der lange Sommer forderte auch die Wasserwacht Rott am Inn. Alle 65 ehrenamtlich Aktiven an den drei Stützpunkten am Rotter Ausee, am Kettenhamer Weiher bei Griestätt und am Waldsee bei Hochstätt waren im Einsatz. Schnell summiert sich das auf 701 Wachdienststunden. 33-mal musste Erste-Hilfe geleistet werden. Diese Erste-Hilfe-Leistungen reichen von der Wundversorgung vor Ort bis hin zum Notarzteinsatz wegen Kreislaufschwäche an der Innstaustufe.

Weitere mehr als 200 Stunden fielen für Arbeitseinsätze an. Das sind Säuberungsarbeiten im und rund um den See, das Säubern und Auffüllen der Sandkästen oder das Herrichten des Beach-Volleyball-Feld. Ein Hauptaugenvermerk fiel auf den Nachwuchs in der Griesstätter Jugendgruppe. Fünf Jungen und Mädchen aus der Jugendgruppe machten das schon anspruchsvolle Bronzene Rettungsschwimmerabzeichen Das jährliche Ferienprogramm ist nicht nur Arbeit, bringt viel Spaß, wenn die Kinderaugen leuchten.

In der Nichtbadezeit kümmert sich die Wasserwacht Rott / Griesstätt / Hochstätt um ihre Aus- und Fortbildung. Das beinhaltet das Sommer- und Wintertraining der Rettungsschwimmer, die Aus- und Fortbildung am Defibrillator, in Erste-Hilfe und an überörtlichen Kursen und Lehrgängen. Zudem wurde wieder wie letztes Jahr ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und Jugendliche am Kettenhamer Weiher veranstaltet. 2018 fielen so stattliche 997 Stunden für Aus- und Fortbildung an.

Nur zu gerne nahmen die Wasserwachtler die Abnahme von Schwimmabzeichen für Kinder an. So bestanden drei das Seepferdchen, 16 das Bronzene, sechs das Silberne und fünf das Goldene Jugendschwimmabzeichen. Die Wasserwachtler in den drei Stützpunkten sind stolz über das Geleistete.

Mach mit, komm auch Du zur Wasserwacht!

 

 

 

 

 

Wir machen unser Schwimmabzeichen

Ferienprogramm der Rotter Wasserwacht 2018

 

"Wir machen unser Schwimmabzeichen" hieß heute unser Ferienprogramm. Von dem gegenüber der bisherigen Hitze deutlich kälteren und regenerischen Wetter liessen sich nur wenige abschrecken. Erschöpft aber glücklich schafften alle ihr Schwimmabzeichen. Für alle gab es natürlich ein Eis.

Grillfest am 28. Juli 2018

Grillen fördert die Gemeinschaft mit den Aktiven von Rott, Griesstätt und Hochstätt

Alle Aktiventemas leisten hervorragende Arbeit an ihrer Rettungsstation am Rotter Ausee oder Kettenhamer Weiher oder am Waldsee. Um die Gemeinschaft zu fördern, hat die Wasserwachtsführung ein gemeinsames Grillen im Sinn. Wer die Bilder sieht, kann sehen, dass es allen einen Riesenspaß gemacht.

Defi-Rezertifizierung am 5. Mai 2018

Wiederholungstraining am Defibrillator

Jährlich trainieren die Aktiven der Wasserwacht mit Ausbilder Frank Zinhobel am Defibrillator. Ein Defibrillator ist ein sogenannter Halbautomat. Die über Kreuz an der Brust angeklepten Pads erlauben eine Messung der Herzfrequenz. Sollte das Gerät ein Herzkammerflimmern feststellen, wird ein Schock empfohlen. Das Gerät wird deswegen Halbautomat genannt, weil hier Gerät und Retter zusammen arbeiten. Besonders geeignet ist die Fortbildung an der Wasserwachtsstation am Rotter Ausee, da die hier die gesamte Ausrüstung greifbar ist.

 
   

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